Abbie Furmansky
Die amerikanische Sopranistin Abbie Furmansky wurde als Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin in Europa bekannt, wo sie sich schnell im lyrischen Fach etablierte. Besonders geschätzt wird sie wegen ihrer lebendigen Bühnenpräsenz und wegen ihrer wohltimbrierten, farbenreichen und voluminösen Stimme.
Sie arbeitet mit prominenten Dirigenten wie Kent Nagano, Ingo Metzmacher, Christopher Hogwood, Christian Thielemann und Edo de Waart zusammen.
In ganz Europa und den USA tritt sie regelmässig mit Orchestern wie dem DSO, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks und dem Nederlands Philharmonisch Orkest auf.
Mit Vesselina Kasarova, Ramon Vargas und dem Orchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Marcello Viotti wirkte sie als Inès auf der bei BMG erschienenen Aufnahme der Oper La Favorita mit.
Weitere Engagements führten sie an die New York City Opera, die Canadian Opera Company, die Washington National Opera, die Los Angeles Opera, an die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt und zu den Festspielen Baden-Baden.
Zu Abbie Furmanskys Repertoire gehören u. a. Mimì in La Bohème, Desdemona in Verdi's Otello, Elvira in Don Giovanni, Die Marschallin im Rosenkavalier, Marie in Wozzeck, Madame Lidoine in Les Dialogues des Carmélites und Jenny in Mahagonny.
Letzte Auftritte u.a. in Robert Wilsons Inszenierung von Parsifal an der Los Angeles Opera mit Placido Domingo (auch auf DVD), das Debüt an der Netherlands Opera in Elektra, die Rundfunkübertragung der konzertanten Parsifal-Aufführung mit dem Nederlands Philharmonisch Orkest, ein Konzert mit Mozartarien in Konstanz, Deutschland.
Weitere Konzerte: Britten's War Requiem an der Philharmonie in Berlin, Konzertdebüt beim Lucerne Festival mit dem Luzerner Sinfonieorchester, Beethoven-Strauss' Die Ruinen von Athen mit der Dresdner Philharmonie dirigiert von Philippe Entremont, Frank Martins Golgotha in Potsdam, Beethovens 9. Symphonie in Novi Sad, Serbien und Mendelssohns Elijah mit dem Singapore Symphony Orchestra. Sie zeichnete Bernsteins Kaddish Symphony auf (Europa-Erstaufführung der Fassung mit dem Text von Samuel Pisar), erschienen bei Nimbus Records.
Höhepunkte der Saison 2008-9 waren: neue Rollen am Staatstheater Mainz als Marschallin in Strauss' Rosenkavalier, Jenny in Weill's Mahagonny, Mimì in Puccini's La Bohème und ihr Debüt als Marie in Wozzeck. Im January 2010 debütierte Abbie Furmansky als Madame Butterfly in der neuen Inszenierung von Katharina Wagner am Staatstheater Mainz.
Als gefragte Gesangslehrerin unterrichtet Abbie Furmansky in Berlin und sie ist Professorin am berühmten IVAI Sommerprogramm in Tel Aviv. Seit 2010 gibt sie Gesangsworkshops für die Sänger der Staatsoper Berlin. Im April 2011 hielt sie als "artist in residence" einen Vortrag und leitete eine Meisterklasse an ihrer Alma Mater, der University of Wisconsin-Madison, wo sie außerdem einen Liederabend mit ihrem Ehemann Daniel Sutton gab. Im Sommer wird sie im Greek Opera Studio und an der Ars Vocalis Mexico International Vocal Academy unterrichten. In Zamora und Morelia (Mexiko) gibt sie im Juli und August Liederabende mit Alexandr Pashkiov (Piano).
Sie lebt in Berlin mit ihrem Sohn Joshua und ihrem Mann, dem Komponisten und Pianisten Daniel Sutton.